088 Schulden machen für eine (Welt)-Reise?


Neulich hat mich eine Firma angefragt ob ich in WorkandTravel20.de Werbung für sie schalten würde. Ich fand es eine super Möglichkeit für neue Einnahmen über den Podcast.
Die Werbung sollte für Kredite sein. Also, dass meine Hörer bei der Firma einen Kredit aufnehmen um sich die Weltreise leisten zu können. Da musste ich nicht lange überlegen und antwortete mit NEIN.
Ein Kredit ist im Prinzip nichts schlechtes, nur für Konsumausgaben ist er fehl am Platz. Fängt man einmal damit an, kommt man leicht in eine Abwärts Spirale, die nicht aufhört.
Ein Kredit um ein Haus zu kaufen ist noch ok, mit einer Tilgung, die im Bereich einer für dich gut bezahlbaren Wohnungsmiete liegt. Oder um ein Geschäft aufzubauen, wenn man dafür investieren muss. Viel besser ist aber, sich vorher das Geld zusammenzusparen.

Anders sieht das bei sich verbrauchenden Dingen aus.
Kauft man zum Beispiel einen Neuwagen auf Pump, ist der Wertverlust am Anfang um einiges schneller als die Tilgung des Kredits.
Selbst bei Geschäftskrediten muss man sehr vorsichtig sein. Ein alter Freund von mir hatte sich selbständig gemacht und die Computeranlage für seine Medienfirma finanziert. Das war zu einer Zeit als Hardware noch richtig teuer war. Die Computer verloren schneller an Wert als er den Kredit tilgen konnte. So musste er eines Tages zumachen und hatte immer noch die restlichen Schulden an der Backe.
Wenn du Kredite am Laufen hast, versuche sie schnellstens loszuwerden. Also die Tilgung erhöhen und dadurch die Laufzeit verkürzen. Schaue einfach nach einem online Kreditrechner, da kannst Du dir die passende Tilgung ausrechnen.

Trotzdem richte es so ein, dass dir neben den Raten noch Geld zum Sparen übrig bleibt. Fahre also alle Kosten herunter, die nicht unbedingt nötig sind. Im Downloadbereich von WorkandTravel20.de kannst du eine Muster-Tabelle herunterladen um deine laufenden Kosten aufzuzeichnen und einen guten Überblick zu erhalten.

Hast Du die letzte Währungsreform mit erlebt? Die Euro Einführung? Dann kannst du dich sicher erinnern, dass danach vieles gefühlt doppelt so teuer war. Wie war es in der Geschichte? Bei den größeren Währungsreformen wurde meist das Guthaben entwertet aber die Kredite nicht oder deutlich schwächer.

Jetzt denke mal an den Euro und wie stabil er noch ist. Die Staaten der Eurozone sind hoch verschuldet. Dazu kommt der Brexit, er verschiebt das Gleichgewicht zwischen Norden und Süden ungleichmäßig. Also bekommt der am stärksten verschuldeten Süden mehr Stimmrechte, weil im Norden ein starker Staat austritt. Das kann nicht lange gut gehen, denke ich. Informiere dich einfach mal wie das in den letzten Währungsreformen abging und denke nach wie du dich auf die sichere Seite bringen kannst.

Wer bei einer erneuten Währungsreform hoch verschuldet ist, sitzt in der Klemme.

Weiteren Input zu diesem Thema findest du in den Folgen 58 und 65 oder klicke einfach in WorkandTravel20.de in der Menüleiste unter „Podcasts“ auf „Motivation“.

 

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